Die Nadja Obenaus Story

Das Jahr 2014 war gerade erst angebrochen, doch ich brauchte keine Vorsätze. Ich bin Triathletin und Genussmensch und habe schon immer ein gesundes, sportliches, von Liebe erfülltes Leben geführt. Auch in Sachen Karma habe ich mir eigentlich nichts zu Schulden kommen lassen. Beruflich lief es soweit auch rund.

Bis zu dem Tag, an dem mich eine Erkrankung aus der Bahn warf und weitreichende Folgen auf meinen beruflichen Werdegang verursachte. Dieses verflixte Jahr beraubte mich fast all meiner mentalen und körperlichen Kraft.

In diese Phase meines Lebens fiel erst wieder Licht, als mein lieber Freund Thorsten mir ein Coaching ans Herz legte. Dort ergründete ich mein Ikigai – meinen Lebenssinn und stieß einen mentalen Transformationsprozess an.

Noch viel zu lernen du hast (Yoda)

Ich fand heraus, dass ich etwas bewegen, internationale Teams ins Liefern bringen und Veränderungen im großen Stil anstoßen will. So kam ich auf die Ausbildung zum systemischen Coach und diverse Weiterbildung zum Beispiel zum Scrum-Master und LeSS-Practitioner.

Ich erlebte und spürte am eigenen Körper die Reaktivierung meiner Ressourcen und war mir ganz sicher, dass ich sie von nun an sinnbringend einsetzen wollte.

Das öffnete eine Tür, die ich verschlossen glaubte: die Rückkehr in die IT-Branche, der ich mich eigentlich schon seit meinem Studium der Industriewirtschaft zugehörig fühlte. Der ich jedoch, nach meiner Erkrankung und den einschneidenden Erfahrungen, den Rücken gekehrt hatte, weil sich meine Rolle als IT-Beraterin nicht mehr richtig angefühlt hatte. Wie ein Kostüm, das nicht so richtig passen mag.

Dieses Gefühl rührte vielleicht auch daher, dass ich zu lange, in einer von Männern dominierten Arbeitswelt, versucht hatte mich anzupassen. Ich trug bei der Arbeit Hosenanzüge, schmückte mich möglichst unauffällig und versuchte so nicht als zu feminin hervorzustechen.

Dass es mir nun möglich war, in einer neuen Rolle als Agile Coach mit neuen Fähigkeiten und als taffe Frau in die IT zurückzukehren, erhellte mich sehr.

Bedeutsamer Weise werde ich heute gerade wegen meiner empathischen und anderen als feminin geltenden Eigenschaften, als Coach für internationale Teams in der Automobilindustrie, Verkehrsbetriebe und Stahlindustrie gebucht.

Durch meine Arbeit habe ich eine längere Zeit bei Organisationen in Kanada und in England gelebt und interkulturelle Teams gecoacht. Schon immer ist englisch meine liebste Sprache.

Ich mag die Vision vom globalen Dorf.

Mein Geist ist multinational, doch in mir schlägt das Herz der Steiermark. Sie ist die Heimat des Genusses, der Tradition, der Herzlichkeit, der Sinneskraft und der Vielfalt. Die grüne Kraft, die schon immer in mir wohnte und die mich seit jeher antrieb. Seit 10 Jahren lebe ich mit meinem Mann in der grünen Oase Hamburg und wir fühlen uns hier sehr heimisch. Das liegt auch daran, dass hier ähnliche Werte wirken: Handschlag-Qualität und wahre Freundschaften.